Warum wir eine Website machen (und keine mobile App)
Unsere erste grosse Entscheidung war, ob wir eine Website oder eine mobile App bauen sollten.
Programmieren vor dem Frühstück
Glaubt ihr, uns war bewusst, wie gross diese Entscheidung eigentlich war? In diesem Beitrag sprechen wir über unsere Gedanken dazu und verraten euch unseren ersten Fehltritt im Prozess.
Eine Anwendung ohne Strategie zu entwickeln, kann teuer werden ...
Als wir mit Food Nomad starteten, wussten wir nur wenig darüber, wie wir das Ganze angehen sollten. Wir hatten lediglich eine grobe Vorstellung davon, was unsere Anwendung den Nutzerinnen und Nutzern bieten sollte. Aber wie sollte die Benutzeroberfläche aussehen? Und welche Technologie sollte im Hintergrund laufen? Keine Ahnung! Also öffneten wir einen Browser, gingen zu Google und tippten: „How to build a mobile application“. Hier sollte die Magie beginnen! Zumindest hofften wir das ...
Wir fanden zahlreiche Tutorials, die versprachen, in „10 oder weniger leicht verständlichen Schritten“ zum Erfolg zu führen. Einige davon waren vollgepackt mit Informationen und sorgten eher für noch mehr Fragezeichen. Das war wirklich nicht der spassige Teil. Eigentlich wollten wir doch einfach nur loslegen. Und genau das taten wir. Wir stürzten uns direkt in die Entwicklung einer mobilen Anwendung. Unser Prozess sah ungefähr so aus:
Wir ...
- entschieden uns, eine mobile Anwendung zu entwickeln
- tauchten in Online-Tutorials zur Android-Entwicklung ein
- stellten fest, dass rund 30 % der mobilen Geräte mit iOS laufen
- recherchierten native vs. hybride* App-Entwicklung
(* Programmcode, der auf mehreren Plattformen läuft, also z. B. auf Android- und iOS-Geräten) - waren komplett überfordert
Dieser Ansatz erwies sich als völlige Zeitverschwendung. Das Ganze zog sich über zwei bis drei Monate hin und endete ungefähr im Herbst 2021. Wir waren zu erpicht darauf, endlich mit dem „spaßigen“ Teil zu beginnen – also damit, mobile Anwendungen zu entwickeln. Diese Entscheidung war teuer, zumindest in Bezug auf die investierte Zeit, denn sie bedeutete stundenlanges, völlig ungerichtetes Lesen. Außerdem ist die Entscheidung, eine mobile Anwendung zu entwickeln, grundlegend und sollte gut durchdacht sein. Offensichtlich war uns das damals nicht klar.
Das Ergebnis: Wir waren von all der Recherche und den vielen Entscheidungen völlig überfordert – beinahe hätte Food Nomad geendet, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Da wir das natürlich nicht wollten, setzten wir uns zusammen, um unsere Strategie auszuarbeiten. Und so begannen wir noch einmal von vorne:
Wähle deine Strategie mit Bedacht
- Entschieden, eine mobile Anwendung zu entwickeln
- In Online-Tutorials zur Android-Entwicklung eingetaucht
- Festgestellt, dass rund 30 % der mobilen Geräte mit iOS laufen
- Native vs. hybride* App-Entwicklung recherchiert
(* Programmcode, der auf mehreren Plattformen läuft, also z. B. auf Android- und iOS-Geräten) - Komplett überfordert gewesen
Unser größtes Problem war, dass wir von Anfang an alles gleichzeitig wollten. Eine mobile Anwendung und eine Website zu entwickeln, ist nicht vernünftig. Selbst für ein Unternehmen mit finanziellen Ressourcen ist das ein komplexes Vorhaben. Und nicht vergessen: Wir wollten das Ganze quasi „nebenbei“ stemmen, während wir durch die Karibik und Asien reisten. Unser Ziel war schließlich nicht, als die ersten Reisenden berühmt zu werden, die mit einem ausgewachsenen Burn-out nach Hause zurückkehren 😅. Bleiben wir also realistisch ;)
Website oder mobile Anwendung?
Schritte zu deiner ersten Strategie
- Definiere deine Idee
- Entwickle eine Vision und lasse deine Idee wachsen
- Erkenne, was du kannst – und was nicht
- Erstelle deine Strategie
Wenn wir uns die ersten beiden Punkte anschauen: Eine Idee hatten wir, also schon mal gut. Unsere Vision wuchs mit jeder Diskussion darüber weiter. Den dritten Schritt haben wir teilweise übersprungen und auf die harte Tour gelernt, was wir können – und was eben nicht. Aus dieser Erfahrung heraus entwickelten wir schließlich unsere Strategie, indem wir uns drei Fragen stellten:
1. Wie erreichen wir die meisten Nutzerinnen und Nutzer?
Studien deuten darauf hin, dass ein großer Teil der gesamten Internetnutzung über mobile Geräte erfolgt. Wahrscheinlich gelten mobile Anwendungen genau deshalb für viele Unternehmen als „Must-have“. Aber Moment mal. Da steht „mobile Geräte“ und nicht „mobile Anwendungen“, oder? Wovon würden wir also stärker profitieren – von einer mobilen App oder von einer Website?
Aus eigener Erfahrung schätzten wir, dass die Hürde beim Zugriff auf eine Website niedriger ist als bei einer mobilen App, denn ...
- der Zugriff auf eine App erfordert mehr Anfangsaufwand
(Website laden vs. App installieren) - Apps haben eine deutlich längere Lade- bzw. Downloadzeit
(Minuten vs. Sekunden) - Nutzerinnen und Nutzer zögern womöglich, unbekannte Apps zu installieren, aber weniger, unbekannte Websites aufzurufen
- Websites können über mehr Geräte genutzt werden
(PCs, Laptops und mobile Geräte)
Mit diesen Punkten im Hinterkopf ging der erste Punkt an die Website.
Mobile App: 0
Website: 1
2. Wie werden die meisten Nutzerinnen und Nutzer auf unsere App oder Website zugreifen?
Wenn man bedenkt, wie das Internet heutzutage genutzt wird, ist klar: Mobile Geräte sind entscheidend für unsere Strategie. Allerdings gibt es einen wichtigen Aspekt, der darin noch nicht berücksichtigt ist: die User Experience! Bestimmte Aufgaben lassen sich auf einem größeren Bildschirm schlicht angenehmer erledigen – idealerweise mit einer richtigen Tastatur. Oder schreibst du gerne einen Blogbeitrag über die Bildschirmtastatur deines Smartphones? Möglich ist es, keine Frage. Aber macht es Spaß? „Vielleicht eher nicht?“ -.-;;
Irgendwann wollen und brauchen wir wahrscheinlich eine mobile Anwendung. Für unsere ursprüngliche Idee ist sie jedoch nicht zwingend notwendig. Deshalb werten wir diesen Punkt als Unentschieden.
Mobile App: 1
Website: 2
3. Wie kommen wir möglichst schnell an den Markt?
Diese Frage ehrlich zu beantworten, führte uns zu der Strategie, die für uns tatsächlich machbar war. Unsere Ressourcen zur Umsetzung dieses Projekts sind sehr begrenzt. Um den Lernaufwand in einem realistischen Rahmen zu halten, müssen wir auf vorhandenem Know-how aufbauen. Das spricht für die Entwicklung einer Website, denn hier bringen wir bereits etwas Wissen mit. Gleichzeitig behalten wir dadurch wichtige Kompetenzen bei uns.
Dieser Punkt geht also an die Website.
Mobile App: 1
Website: 3
Fazit
So, Leute, Zeit für das große Finale – fassen wir das Chaos und die Erkenntnisse dieses Blogbeitrags zusammen! Stellt euch vor, ihr steht an einem Buffet, und das Hauptgericht ist die Erkenntnis, dass kopflose Entscheidungen wie „Wir bauen einfach mal eine mobile App!“ ungefähr so sinnvoll sind wie brennende Tacos zu jonglieren – sieht vielleicht cool aus, ist aber ein Rezept für die Katastrophe.
Lektion gelernt: Denkt voraus, plant eure Schritte und lasst euer Projekt nicht in einem kulinarischen Desaster enden. Nach einigem ernsthaften Nachdenken – und vielleicht ein paar Snacks nebenbei (mmmh, Essen) – wurde uns klar, dass eine responsive Website unser goldenes Ticket ist. Responsive, wie dieser eine Freund, der immer sofort auf deine Nachrichten antwortet – unsere Website sieht gut aus und funktioniert sowohl auf mobilen Geräten als auch auf Computern zuverlässig.
Natürlich hat unsere Strategie ihre kleinen Eigenheiten – aber mal ehrlich, wer hat die nicht? Hier die Kurzfassung:
- Zugängliche Großartigkeit: Stellt euch unsere Website wie einen lebendigen Stadtplatz vor – offen, einladend und für die meisten Geräte zugänglich. Eine digitale Zusammenkunft, bei der alle willkommen sind.
- Weiser Umgang mit Aufwand: Wir haben die Arbeitslast im Griff, wie ein Koch mit perfekt getimtem Soufflé – machbar und angenehm effizient.
- App-Zukunft inklusive: Und wisst ihr was? Die Tür zu einer späteren mobilen App lassen wir offen – gewissermaßen der geheime Gang in unserem kulinarischen Schloss.
Bevor ihr jetzt denkt, wir seien einfach nur ein Haufen webverliebter Enthusiasten: Wir haben sogar einen indischen Ingenieur konsultiert – warum auch nicht? – und er gab uns grünes Licht. Er nannte unseren Weg sogar einen klugen Schritt, was für uns Musik in den Ohren war. Es stellte sich heraus, dass manche Zweifel an bestimmten Technologien ungefähr so unnötig sind wie die Diskussion darüber, ob Ananas auf Pizza gehört.
Und wohin führte uns der Weg, nachdem wir uns für die Website entschieden hatten? Nun, es folgten noch mehr Lektüre, noch mehr Entscheidungen und eine Prise Tech-Magie. Wir mussten die richtigen Frameworks für das Frontend auswählen, also für das visuelle Festmahl, und für das Backend, also für den nerdigen Datenkram.
Wir hoffen, ihr hattet Spaß an unserer Achterbahnfahrt aus Fehltritten und Erkenntnissen! Schreibt uns gerne – wir sind ganz Ohr, wie ein Maiskolben, der auf eure butterweichen Gedanken wartet. Bis zum nächsten Mal, happy coding – und mögen eure Websites so reaktionsfreudig sein wie ein guter Freund bei nächtlichem Snack-Heißhunger! 🚀🍕🎉